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Evangelische Kirchengemeinde Wusterhausen (Dosse)

Andacht aus dem Gemeindebrief

Monatsspruch für Juni 2018

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt. (Hebräer 13,2)

Liebe Leserin, lieber Leser,

wo haben Sie Gastfreundschaft erlebt? Die größte Gastfreundschaft habe ich erlebt in Ländern, in denen es den Menschen deutlich schlechter geht als uns. Da waren meine Reisen nach Osteuropa. Wir wurden von den befreundeten Gemeinden fürstlich verpflegt. Zimmer wurden für uns geräumt, damit wir dort schlafen können. In Tansania haben wir es auch so erlebt. Mit Gesängen und Tänzen wurden wir empfangen: „Herzlich willkommen – Gäste bringen Segen“!

Für die Bibel ist Gastfreundschaft selbstverständlich. Dabei bedeutet das Wort „Gast“ in der Bibel nichts anderes als „Fremder“. Ist ein Fremder unter uns, dann ist er natürlich unser Gast. Ist es nicht merkwürdig, dass wir sprachlich zwischen „Fremder“ und „Gast“ unterscheiden?

Gastfreundlichkeit ist in der Bibel zugleich Fremdenfreundlichkeit.

Ohne es zu ahnen, beherbergen wir vielleicht Engel, wenn wir gastfreundlich sind. Jeder Fremde könnte ein Engel Gottes sein.

Manchmal könnte es auch umgekehrt sein. So berichtet Sarah Oltmanns im Buch „Bibel Andenken 2018“ von einem stillgelegten Landgasthof, der als Flüchtlingsunterkunft diente. Eines Tages kam ein älteres Ehepaar vorbei. Sie ließen sich vom Schild „Brauerei-Gasthof Hennemann“ leiten. Sie wurden an der Tür nicht abgewiesen, sondern hereingebeten und in den Gemeinschaftsraum an einen Tisch gebracht. Der vermeintliche Kellner, ein Geflüchteter aus Syrien, bot dem Paar an, was der Kühlschrank gerade hergab: Käse und Joghurt und Brot. Die Geflüchteten ahnten die Verwechslung und bemühten sich umso mehr, gutes Essen zu präsentieren. Als die Urlauber nach dem Essen zahlen wollten, sollte es nichts kosten, denn sie waren eingeladen. Nun wurde der Irrtum aufgeklärt.

Anders ging es Maria und Josef in der Weihnachtsgeschichte. Ob der Wirt sie abgewiesen hätte, wenn er gewusst hätte, wer da vor ihm steht? Man kann nie wissen. Lieber einmal zu oft freundlich und gastlich sein als einmal zu wenig!

Im Sommer sind viele Menschen unterwegs. Pilger ziehen durch Wusterhausen, manche machen Urlaub. Ich wünsche Ihnen Neugier auf fremde Menschen – auf die Gäste, die alle Engel sein könnten!

Ihr Pfarrer Alexander Bothe

Gebet

Gott, allen Menschen freundlich gegenüberzutreten, Freunden und Fremden, sie zu beherbergen und zu bewirten, das ist ein hoher Anspruch.

Schenke mir gute Ideen, wie ich mit Respekt und Achtung gastfreudlich sein kann. Zeige mir, was ich am Ende davon habe.

Kompletter Gemeindebrief

Den vollständigen Gemeindebrief können Sie hier im PDF-Format herunterladen.



Aktualisiert: 01.07.2018 Impressum